Pokerleitfaden für Beginner

Der Pokerguide für Anfänger


Einführung

Der Pokerguide für AnfängerJeden Tag, an dem ich spiel, sehe ich ca. 2 ganz gute Spieler, 1 oder 2 Maniacs und dann 5-6 Spieler, die wenisgetsn versuchen Geld zu gewinnen, aber es dann doch nicht wirklich können. Wenn du einer dieser Spieler bist und gerade erst mit dem Poker begonnen hast und nur wissen willst, was der Trick dahinter ist, um Geld zu machen, dann habe ich einige Tips parat, die ich mit euch teilen will. Meine Ratschläge basieren auf meine Erfahrung und hat das Onlinepoker als Ziel. Ich bringe euch nicht bei, wie man pokert, aber ich zeige euch meine Perspektive zum Microlimitspiel und warum es eine wahre Goldmiene ist.

Alles fängt mit der Bankroll an. Es gibt eine Menge Artikel zum bankroll management und dazu, wie man es aufbauen kann. Deshalb werde ich darauf nicht eingehen. Ich sage lieber etwas zu diesem Thema, was nicht unbedingt in den anderen Artikeln steht.

Ich möchte auch verdeutlichen, wie wichtig es ist Bücher und Artikel über Poker zu lesen, speziell wenn es um die bestimmten Arten des Pokerns geht (hold'em, stud, omaha, etc). Dies möchte ich aber auch in Kontrast zur Wichtigkeit der eigenen Erfahrung stellen.

Bankroll

Wenn du mit Poker Geld machen willst, was sicherlich so ist, dann solltest du dich als Ein-Mann-Poker-Unternehmen sehen, wo du auch selbst der Investor bist. Deinem Unternehmen gibst du etwas Geld und dein Unternehmen versucht seinen Wert zu verbessern, indem es beim Poker gewinnt. Wenn du erfolgreich bist, dann wird dein Unternehmen ein gutes Einkommen erreichen.

Wieviel sollte man nun in sich selbst investieren? Das ist nun wirklich nur deine Entscheidung. Ich empfehle aber, dass es nicht mehr als $100 sein sollten, aber es wollten wenigstens $50 sein. Ich weiß, dass es da Leute gibt, die mir hier nicht zustimmen würden, weil man besser dran ist, wenn man eine größere Bankroll hat und man es sich leisten kann. Und ich stimme dem zu, jedoch kann ich dem andersherum wieder nicht zustimmen.

Der Grund warum ich dieses Limit für die erste Einzahlung an die angehenden Pokerbussinesmen und –women empfehle, ist dass ich möchte, dass ihr auf den Microlimits beginnt. Dabei rede ich von den $0.05/$0.10 Limit Tischen. Wenn du da nicht erfolgreich warst, dann ist es wichtig deine Verluste zu begrenzen, weil ich möchte, dass du mit deinem Geld so viele Hände spielst wie möglich. Ich möchte einen Punkt klar machen. Deine Perspektive mit $50 ist nicht in Ruhm und Reichtum aufzusteigen. Es wird vielmehr eine Erfahrung werden. Bei allen Intentionen und Absichten denkst du vll. Dass es eine Art Crashkurs in Sachen Limit Hold´em ist. Wenn du deine Bankroll bei den Tausenden von Händen, die du spielen wirst, vergrößern kannst, dann ist das super! Wenn nicht, dann hast du nur den Beitrag verloren, der dir den Punkt aufgezeigt hat, wie du Geld machen kannst.

Ich erwarte, dass ihr die $50 verlieren werden, aber ich denke wirklich, dass ihr es mit den kleinsten Limits aufnehmen könnt, auch wenn es eine Weile dauern wird. Keine Sorge, denn das gehört alles zum Plan. Ach ja, der Plan.

Den Plan machen

Als Unternehmenseigentümer must du natürlich einen strategischen Plan für das Unternehmen machen, den du dem Investor vorlegen kannst. Okay, vielleicht ist das mit den Analogien etwas übertrieben, aber ich möchte die Wichtigkeit des Plans klar machen, weil dir ein Plan hilft, bei der Sache zu bleiben, wenn harte Zeiten anbrechen.

Du darft deinen Plan gestalten, wie du willst und jegliche Regeln einfügen, die du befolgen möchtest. Mit der Zeit wirst du diese sicherlich verändern, aber führe keine schnellen Planänderungen durch. Der Grund warum du deinen Plan aufstellst ist, dass du leichtsinnige und unüberlegte Dinge vermeiden möchtest und somit Regeln für dich selbst aufstellst. Nicht an Tische zu gehen, die über deinen Verhältnissen sind, wäre solch eine Regel. Hier ist eine gute Regel, die man zu seinem Regelwerk hinzufügen sollte.

Mache einen Plan, der auch einberechnet, dass du nicht nur Geld gewinnst. Was machst du, wenn sich deine Bankroll halbiert? Kannst du dann wieder ein Limit absteigen? Hast du mehr Geld, dass du nachzahlen kannst?

Sei streng mit dir selbst, wenn du deinen Plan machst. Mache aber auch Pläne für Auszahlungen, wenn du erfolgreich bist. Bei den kleinen Limits meint man, man hätte nicht viel Auszuzahlen – vielleicht $20 und damit könntest du dir nichts leisten, was du dir jetzt nicht auch schon leisten könntest. Aber wie wärs denn, wenn du dir davon ein Pokerbuch kaufst? Um es anders zu sagen, solltest du evtl. Geld vom Pokern in deine zukünftige Pokerkarriere investieren und um größere Gewinne zu machen.

Erziehe dich selbst

Lies Bücher! Lies Artikel! Versuche einige lebende Pokerlegenden zu verstehen und ihre Denkweisen nachzuvollziehen. www.cardplayer.com hat ihre Magazine elektronisch archiviert und man kann diese umsonst lesen; eine Reihe an Informationen, die dich einige Wochen kosten werden, bis du alles gelesen hast. Nichtnur dass sich dein Skill verbesserst, ohne etwas zu bezahlen. Aber es wird auch deine Selbstsicherheit bezüglich deines Könnens stärken, wie es Wissen immer tut. Viele dieser Artikel sind in Hinsicht auf Limits geschrieben, wo die Big-Blinds um einiges Größer sind, als deine gesammte Bankroll und man muss auch sehen, dass nicht alles, was dort steht, in den Microlimits anwendbar ist. Aber es liefert dir einen Einblick darin, dass da draußen etwas ist, was man erreichen möchte. Denk einmal daran, wie es wäre, wenn du die Hürde der Microlimits schaffen würdest und mit den kleinen Limits, wie $3/$6 anfängst... und eines Tages sitzt DU vielleicht an einem $30/$60 Tisch, mit einer Bankroll, die auch mehr als eine Fluktuation von Glück verkraftet. Wie cool wäre das? Manchmal scheint, dieser Tag weit weg zu sein, wenn du zum dritten Mal hintereinander einen Suckout gegen einen Maniac kassierst, der nichtmal in der Lage ist sein drittes Paar mit 2 als Kicker gegen dein geflopptes Two-Pair wegzuwerfen und der größte Pot am Tisch gerade einmal $1 groß ist. Aber dies wurde auch von vielen anderen vor dir gemeistert und es sei denn, du weißt etwas über dich, was ich nicht weiß, dann kannst auch du das schaffen!

Ein Bonus-Tip bezüglich der Bücher: Du kannst sie von Seite zu Seite lesen, aber sei darauf vorbereitet danach wieder die Kapitel einzeln betrachtest. Persönlich mag ich es, ein Kapitel nochmal zu lesen und dann zu sehen, dass ich selbst mit Situationen kommen kann, wo dieses Wissen anwendbar ist. Dann schaue ich, wie die gezeigte Strategie in mein eigenen Stil passt und denke mir eine Situation, die ich selbst gespielt habe und die hier passen würde. Zum Schluss solltest du Sklansky´s “Theory of Poker” lessen, um zu sehen wie die Strategie in das ToP past (wenn es das tut).

Dies geht zurück auf deinen Plan. Du brauchst keinen detailierten Plan, wo du festlegst wann genau du zum $10/$20 Limit aufsteigst, wenn du dich immernoch bei $0.50/$1 befindest. Es reicht, wenn du die nächsten beiden Limits in deinen Plan einbeziehst. Und denke dran, deine Auszahlungen mit einzuplanen. Das könnte dir helfen dich bezüglich dem, was dir bevorsteht, wohlzufühlen oder du wartest ein oder drei Jahre, bevor du einen Cent von deinem Verdienst siehst.

Erfahrung

Du hast also deine $50 Bankroll und hast alle Artikel gelesen, die du finden konntest und sogar die Bücherei durchstöbert, um ein Buch von 2+2 Publishing zu finden und du hast deinen Plan, der dir sagt, wann du ins nächste Limit aufsteigen willst. Ich habe bereits davor gewarnt, dass man seine $50 evtl. verlieren wird und ich habe dazu geraten, die kleinsten Limits zu spielen, die zu finden sind. Der Grund dafür ist, dass man auch Erfahrung braucht, um erfolgreich zu sein. Man brauchst all die Erfahrung, die man kriegen kann. Du kennst die Artikel und weißt, wie du mit deinen Holecards umgehen musst; aber wirst du das auch tun? Es ist so einfach zu denken, dass man A6o in early Position nicht spielen sollte, dennoch machst du den Anblick des A. Ja, Asse sind schön, aber bei 10,000 gespielten Händen, wirst du nicht zweimal drüber nachdenken, diese Hand wegzuschmeißen, weil dir deine Erfahrung zeigt, dass es fraglich ist, mit so einer Hand zu callen. Da spricht dein Unterbewusstsein und du solltest auch besser darauf hören. Es passt besser auf deine Karten auf, als du denkst. Aber ohne diesen eingebauten Alarm, der dafür sorgt, dass du dich schlecht fühlst, wenn du deine QJs dreibettest, weil du den Typen fürchtest, der dich geraised hat (ja, es ist genau der Typ, der seinen Draw gegen dein AA vor drei Händen getroffen hat), triffst du schlechte Entscheidungen. Egal wie oft du Sklansky und Malmuth zitierst. (Ein schlauer Move, den ich mir von „Psychologie of Poker“ geliehen habe, ist deinen schweren Prozess bewusst werden zu lassen. Sag dir selbst, warum du dreibetten wirst... Wenn dein Grund sich nach etwas anhört wovon du anderen abraten würdest, dann solltest du das nochmal überdenken.)

Sogar die schlechten Bets sind eine positive Erfahrung. Du weißt evtl. nichtmal bewusst, was du daraus gelernt hast, aber dein Gedächstnis speichert all diese kleinen Informationen in deinem Erinnerungsvermögen und danach wirst du als besserer Pokerspieler darstehen. Du kannst sogar den Tilts danken, die du hattest, denn je öfter es passiert, desto einfacher kannst du feststellen, wenn es soweit ist und du wirst lernen damit umzugehen. Außerdem ist es besser an einem $0.05/$0.10 Tisch tilt zu sein, als an einem $1/$2 Tisch.

Ich bin ein großer Fan von Analogien, also habe ich hier eine weitere für dich. Als Onlinespieler hast du sicherlich einige der Deposit-Boni in anspruch genommen, die die verschiedenen Seiten anbieten. – "deposit $100, play x number of raked hands, and we'll give you $40 for free!" Jetzt, wo du die Boni erhalten hast, fühlst du dich da „okay“, wenn du nur Break even bist, weil du immernoch den Bonus erhältst, den du fortschreitend erhalten hast, während du Stunden am Tisch verbracht hast? Ich weiß, dass ich das manchmal dachte. Das ist es, wie ich möchte, dass ihr über Erfahrung nachdenkt. Wenn du 6 Stunden an einem Tisch spielst und du kommst mit dem selben Betrag wieder dabei heraus, dann denke nicht, dass du deine Zeit verschwendet hast. Jetzt bist du um 500 Hände an Erfahrung reicher. Das solltest du auch denken, wenn du Verluste machst. Das ist alles ein Teil deines Plans, um Erfahrung zu sammeln, die nötig ist, um eine größere Bankroll anzusammeln. Diese erlaubt dir dann höhere Limits zu spielen, wo du WIRKLICH hingehörst. Und dann wirst du nachdenken und darüber lachen, dass du dich mal über die $10 Verlust über 3 Tage lang aufgeregt hast, die du in 3 Stunden gemacht hast. Du solltest dann öfter zurückschauen, denn aus diesen Erfahrungen resultieren dann deine Verdienste.

Du bist dein eigener Buchhalter

Du wirst sehen, dass du nach tausenden von Händen verbunden mit Selbsterziehung, deine Fähigkeiten, um erfolgreich zu spielen, quasi von selbst kommen. Du setzt dich an einen Microlimit-Table und erringst schnellen und einfachen Gewinn. Überlege einmal, wie schwer es dort früher war, bevor du wirklich ernsthaft gespielt hast. Denke darüber nach, wieviel du gelernst hast. Wenn du das nächste mal A6o in eraly Position bekommst, merkst du dann die leichte Enttäuschung, als du die Hand gesehen hast? Weißt du noch, wie dich dieses Ass angezogen hast? Nun ist es deine Erfahrung, die hier arbeitet und dir Geld einbringt.

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Aber unser Gedächtnis ist nicht immer gut zu uns. Es legt uns gerne rein, wenn wir uns dadurch besser fühlen. Du könntest dich wie ein Winning Player fühlen, wenn du es garnicht bist. Das liegt daran, dass dein Verstand defensiv wirkt, wenn es um Selbstkritik geht. Deswegen sollte man stehts auf seine Bankroll achten und wie man mir ihr umgeht. Optimaler Weise solltest du einen NETeller-Account haben (auch darüber gibts einen guten Artikel auf CardChat), wo du nur einmal Geld eingezahlt hast und du nicht mehr verlieren kannst als 1 Buy-in. Die Aufzeichnungen von deinen Ein- und Auszahlungen zu betrachten ist nicht nur gut, um zu sehen wann man sich in die falsche Richtung gewegt, es ist auch gut, um sein Selbstvertrauen aufzubauen, wenn man permanent gewinnt.

Mach eine Tabelle in Excel oder Notepad und halte fest, wie sich deine Bankroll verändert hat (vielleicht im Zeitraum von einer Woche). Du könntest auf einzelne Tage zurückschauen oder auch einzelne Sessions betrachten, wenn du willst. Kurzzeitige Verluste sollten aber in Hinsicht auf Langzeitgewinne ignoriert werden. Deshalb denke ich, dass es besser ist, wenn man in wöchentlichen Abständen auf seine Bankrollveränderungen schaut. Auch bei Wheight Watchers rät man davon ab, jeden Tag auf die Waage zu steigen, denn das könnte konterproduktiv sein. Als Longzeitgewinner hast du dann auch einen WEITEREN Boost bekommen. Du hast nun die Fähigkeiten mit einem Schulterzucken über eine schlechte Session hinweg zu kommen. Du weißt, dass dein Erfolg nicht anhand einer Nacht gemessen werden kann und du kannste einen Bad Beat wegstecken und danach noch irgendwo hingehen, ohne dass es dich noch stört. Auch eine Woche ist noch nicht als eine lange Zeit zu betrachten, aber es ist sicherlich noch lang genug, um über eine einzige schlechte Session weg zu sehen.

Nun, wo ich das alles erzählt habe

Poker ist ein Spiel und die wenigsten spielen es, um davon zu leben. Es gibt viele Leute, die wissen, dass sie nicht wirklich beim Pokern gewinnen, aber sie wollen eben ihren Spaß haben, anstatt Geld zu verdienen. Motze sie nicht an, weil sie so spielen und nenne sie nicht Idioten, wenn du mal einen Suckout einstecken musst. Es tut zwar weh, wenn sowas passiert, aber so lange sie nach den Regeln spielen, sollte es dich garnicht jucken. Bad Beats passieren so oft, sodass du damit umgehen solltest und weißt, dass der Schmerz schnell vergeht. Man sollte lernen über Bad Beats zu lachen.

Nimm auch an den Diskussionen im Cardschat teil. Poste deine Hände, sodass du Kritik erhältst und hörst, was du eventuell falsch gemacht hast und was du hättest besser machen können. Gib aber auch Rat an andere, die ihre Hände posten. Jeder lernt daraus.

Dieser Artikel wurde von F Paulsson geschrieben.

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