Blindsteal im Poker

Definition: Blind-Steal

Blinds stehlen beim PokerBlinds zu stehlen oder versuchen diese zu stehlen bedeutet, dass jemand Preflop raist und hofft damit die Blinds zu bekommen, indem alle anderen folden. Wenn alle folden, nachdem man geraist hat, bekommt man das ganze Dead Money, egal welche Karten man hatte und ohne den Flop zu sehen. Wenn man damit durchkommt, ist es egal welche Hand man gehalten hat, also ist es objektiv gesehen besser aggressiver zu sein, wenn man Blinds stehlen will und man kann Hände spielen, die man sonst nicht spielen würde.

Es ist nu rein schmaler Grad zwischen dem Raise für mehr Value und dem Raise, um die Blinds zu stehlen. Natürlich will man, dass zumindest jemand eine Preflopbet callt, wenn man AA hält, doch wo genau ist die Grenze zwischen einer Valuebet und einem Stealraise? Soll K9 suited eher gecallt oder gefoldet werden? Weil diese Value-oder-Steal Definition je nach den Gegnern und deren Hände, die sie evtl. Spielen werden, abhängig ist. Ich sage in diesem Artikel, dass die Hand, die du in dieser Stealsituation halten sollst, besser eine ist, wo du dir wünscht, dass jeder bei deinem Raise foldet.

Ein Stealraise ist im Limit Hold´em viel mehr wert als im No Limit Hold´em (mit Ausnahme von Tournieren) und deshalb beziehe ich das hier auf Limit Hold´em.

Warum es profitabel ist

Ich bin also am Button mit 98 Kreuz und jeder foldet bis dahin. Ich raise und hoffe die Blinds zu stehlen. Ist das profitabel? Lasst uns dazu einige Zahlen betrachten:

  • Der Small-Blind foldet bei einem Stealraise zu 85%
  • Der Big-Blind foldet bei einem Steal zu 45%

P(s) = P(SBf ) * P(BBf) = Die Wahrscheinlichkeit, dass der Small-Blind foldet multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit, dass der Big-Blind foldet. P(s) = 0.38 = 38%.

In 38% der Fälle, wo wir versuchen die Blinds mit 98 Kreuz zu gewinnen, funktioniert es. In einem ½ Blindverhältnis (z.B. $5 SB und $10 BB, oder $1/$2, usw.) bedeutet das, dass ich direkt 1.5 Small-Bets in 38% der Fälle gewinne und 1 Small-Bet verliere, wenn der Versuch misling. Der Erwartungswert dieses Maneuvers ist also dieser:

0.38 * 1.5 + 0.62 * (-2) = -0.67 small-bets

Heißt das, dass wir nicht versuchen sollten, einen Stealraise zu machen? Natürlich nicht! Ich verliere einen Bruchteil einer Small-Bet, wenn ich niemals gewinne, wenn der Small- oder Big-Blind callt. Doch das ist unwahrscheinlich, da jede Hand eine gewisse Chance auf einen Gewinn vor dem Flop hat; und am Button habe ich immerhin Position auf den Gegner. Immernoch nicht überzeugt? Selbst wenn wir annehmen, dass uns jemand in 62% der Fälle callt und AA hält, würden wir mit dem Stealraise immernoch eine richtige Entscheidung treffen. Selbst in diesem Fall würden wir immernoch ab und zu mit 98s gewinnen. Angenommen wir würden nur in 30% der Fälle gewinnen, in denen wir den Flop sehen. Dann haben wir diesen Erwartungswert:

EV = 0.38 * 1.5 + 0.7 * 0.62 * (-2) + 0.3 * 0.62 * 2.5 = 0.167 small bets

Die Male wo wir gewinnen waren wir konservativ und haben angenommen, dass wir nur die eine Bet gewinnen, die der Gegner callt. Dabei gewinnen wir aber meist mehr als das, da der Gegner Postflop nicht immer mit der schlechtesten Hand foldet. Andererseits verlieren wir auch nicht immer nur eine Bet, wenn wir eine Hand verlieren. Sind wir allerding in Position, spielen wir in einer Situation, wo wir im Nachteil sind. Ich muss anmerken, dass in dieser Situation eine gewisse Selektion der Starthände ratsam ist. Während uns eine 70:30 Chance Profit garantiert, tut es eine 80:20 Chance nicht, wobei 20% dem Gewinn entspricht, sollten wir gecallt werden.

EV = 0.38 * 1.5 + 0.8 * 0.62 * (-2) + 0.2 * 0.62 * 2.5 = -0.112 small bets

Zusammengefasst ist es mit einer Hand die eine generelle Chance hat am Showdown zu gewinnen, eine profitable Spielweise damit am Button zu raisen. Eine Hand wie J9 sollte jedoch nicht automatisch gefoldet werden, denn selbst mit einer moderaten Equity von 30%, einer Chance die Blinds unangefochten zu gewinnen und die Hand selbst zu gewinnen, wenn wir auf Gegenwehr stoßen, lässt uns letztenendes trotzdem profitieren.

Wie auch immer…

…trotz das ich nun aufgezeigt habe, warum es profitable ist, mit solche einer schwachen Hand zu raisen, ist es nicht alles Gold was glänzt. Zuerst habe ich Zahlen verwendet, um klarzustellen wie wahrscheinlich es ist, dass Leute folden, wenn sie in den Blinds sitzen und diese Zahlen stimmen möglicherweise bei deiner Art zu spielen nicht. Ich kenne Spieler, die schlichtweg nie in den Blinds folden; nichtmal wenn vor ihnen geraist und gereraised wurde. Es scheint einfach keine Option für ihn zu geben, den Blind nicht zu sehen, wenn er bereits Geld investiert hat. Natürlich kannst du bei so jemandem nicht die Blinds stehlen, sodass du dich nur auf das Raisen für mehr Value beschränken musst. Ist deine Hand wahrscheinlich besser als seine? Dann Raise. Wenn nicht, dann folde.

Es gibt aber auch Leute, die sehr gut aus den Blinds spielen (auch wenn diese Leute selten sind) und sie werden wissen, dass du mit deinen schwachen Händen vom Button aus raisen wirst und sie werden dementsprechend spielen. Von guten Spielern kannst du erwarten, dass sie vom Small-Blind aus mit relativ guten Händen three-betten werden und erwarte, dass der Big Blind eher callen wird, wenn er weiß, dass dein Repertoire an Starthänden größer ist, als normalerweise am Button üblich ist.

Du kannst nicht erwarten, dass deine Steals profitable sind, wenn du nicht auch post-flop gut spielst. Wie bereits gesagt, finde ich es wichtig zu wissen, dass wir hier auch so spielen können, dass wir post-flop nicht im Nachteil sind. Denkst du, du kannst so in einer Situation spielen, wo du versuchst hast die Blinds zu stehlen? Du hast Position und hast die Initiative, aber das ist noch nicht genug. Wenn du als erstes eine Hand in später Position raist und der Big-Blind callt, ist die Dynamik dieser Hand sehr viel anders, als wenn du aus früher Position heraus geraist hättest.

Zu verstehen wie sich diese Dynamik verändert, wobei dieses Verständnis unglücklicherweise meist durch Erfahrung kommt, ist wesentlich, um zu verstehen wie man Post-Flop spielt. Um zu verdeutlichen was ich genau meine, werde ich am Ende des Artikels noch einige Beispiele aufzeigen. Es gibt dabei zu viele Nuancen, als das man sie hier alle im Detail besprechen könnte, aber ich werde auf die in meinen Augen wichtigsten Blind-Steal-Situationen eingehen.

Blind-Steals und Reverse-Implied-Odds

Dies ist wirklich das Hauptproblem, wenn es darum geht einen Blindsteal bei einem guten Spieler zu versuchen. Du wirst Implied Odds haben, aber du wirst sie nicht bekommen. Wenn du jemand bist, der oft aus dem Button heraus raist, darf man aus dem Big-Blind heraus mit Händen wie 97s callen. Verpasst man den Flop, wird man kein Geld mehr investieren und zu dir checken und ggf. folden. Trifft man aber den Flop, dann wird man meist wieder zu dir checken, da dies der einzige We gist, dass du den Pot niederlegst indem du in die Falle läufst und am ende gecheckraised wirst. Wenn man call und am Turn zu dir checkt, was tust du dann? Nocheinmal betten und hoffen, dass der Gegner aus der Hand geht? Was machst du, wenn du am Button mit K8s geraist hast, im Flop liegen A-J-8 und du wirst gecheckraist. Legst du die Hand dann nieder?

Du siehst nun, wo hier das Problem ist. Wenn du den Big-Blind nicht dazu bringen kannst, sein mickriges 4er-Pärchen wegzuwerfen, bleibt dir außer einem Checkdown nicht viel übrig. Wenn du dich natürlich dazu entscheidest am Flop zu checken, dann gibst du eine Karte umsonst frei. Vielleicht wollte der Gegner check/fold am Flop spielen, aber am Turn trifft er nun ein Pair. Plötzlich hast du also den Pot an den Gegner übergeben. Abier woher willst du wissen, dass er nun nichtmehr foldet, wenn du bettest? Du kannst es nicht wissen und das ist der Kern des Problems. Es ist der Gegner – nicht du – der die Kontrolle über diese Hand hat. Der Gegner entscheidet wie viele Bets er nun investieren wird und du versuchst ihn einfach nurnoch aus dem Pot zu bekommen, wobei du es bezfeifelst, ihn zu gewinnen. Das ist nicht gut für dich.

Man, du bist überhaupt nicht hilfreich.

Sorry, ich werde versuchen weniger negativ zu sein. Wie können wir die Balance zwischen Blind-Stealing und dem Vermeiden als offensichtliche Bluffer in Fallen zu treten, finden? Das ist nun schwer, aber lasst und einige Dinge festlegen, die ich bereits angesprochen habe.

  1. Bei Leuten, die bei einem Raise nicht folden, solltest du für Value raisen. Denke daran, dass du in Position bist (wenn du nicht gerade im Small-Blind bist) und dann bettest du, wenn du denkst, dass du die beste Hand hältst, wenn nicht, dann checkst du.
  2. Bei Leuten, die aus dem Big-Blind nur starke Hände spielen, z.B. die selben Hände, die man auch UTG spielen würde, dann raise mit jeder Hand. Diese Spieler bleiben meist nie in der Hand, bis sie verstanden haben, was du machst. Du spielst also eher fahrlässig und aggressiv gegen zu tighte Spieler.

Dies sind die beiden Extreme, bei den beiden Grenzen, die es in unserer Spielweise zu beachten gibt. Doch das Schwierige ist die Antwort auf die Frage zu finden, wo wir den Gegner nun genau auf die Skala setzen. Ich kann nicht genug Beispiele liefern, um alle möglichen Spielertypen darzustellen, aber ich kann dir die Kriterien nennen, nachdenen du bewerten solltest.

Loose oder tight? Du solltest öfter versuchen den Blind zu stehlen, wenn der Gegner tight ist, als wenn er loose ist. Das ist der Schlüsselfaktor, jedoch solltest du die anderen Faktoren nicht ausblenden.

Trickreich oder mit dem Kopf durch die Wand? Es ist absolut schrecklich, wenn man eine gute Hand hat und man an ihr zweifelt. Sagen wir du hast T8s und raist vom Button und der Big-Blind callt. Du floppst Q-T-5 und der Gegner checkt. Dann bettest du und er checkraist. Was nun? Wenn er weiß, dass du oft stealst, dann könnte er dich auch mit ein Paar 5en raisen oder sogar mit einem Ace-high oder einem Straightdraw. Nun bist du in Schwierigkeiten. Je Trickreicher deine Gegner sind, desto weniger solltest du versuchen, die Blinds zu stehlen.

Gut oder schlecht? Diese Frage ist nicht so wichtig wie die vorige, weil die obrigen Eigenschaften auf gute und auch schlechte Spieler zutreffen können. Wenn ich bereits in der Hand bin, will ich es vermeiden Fehler zu machen. Bei einem schlechten Spieler, der Trickreich ist, kann ich eher die Kontrolle verlieren als bei einem guten Spieler, der geradeaus und sicher spielt. Dennoch gilt, dass man bei schlechten Spielern mehr stealraisen sollte und bei guten Spielern eher weniger.

Aggressiv oder passiv? Ich habe bereits erkannst, dass der gegner im BB loose, gut und trickreich spielt. Es ist nun einfach zu entscheiden, dass ich J7s aus dem Cutoff folden kann. Bin ich mir aber unsiche, ob ich folden oder raisen soll, dann schaue ich, wie aggressiv oder passiv der Gegner ist. Das ändert nicht unbedingt die Anzahl der Hände, mit denen wir Stealraisen, aber die Frage welche Hände wir dazu benutzen wird wichtiger. Die Frage ist welcher Hände wir nun gern halten würden, wenn es am Flop rund geht und welche Aktienen wir vom Gegner erwarten. Gegen aggressive Spieler sollten wir dazu neigen, mit spekulativen Händen (z.B. kleinen Pocketpairs und suited Connectors) zu raisen, als mit Händen wie J-4 oder K-2o. Der Grund dafür ist, dass du bei einer Monsterhand eher vom aggressiven Spieler ausgezahlt wirst, weil er denkt, dass du stehlen willst. Gegen einen passiven Spieler, wirst du aber meist runtergecallt und kannst die Implied Odds nicht bekommen, wenn du mit spekulativen Händen spielst.

Wenn du es spielst, dann raise es.

Zu beginn habe ich gesagt, dass ich die Hände annehme, die wir bekommen und ich hoffe, dass die Blinds folden, wenn wir damit raisen. Je näher wir aber dem Punkt kommen, wo wir für mehr Value raisen, desto weniger kümmert es und, wenn jemand callt. Das erste Beispiel, das ich benutzt habe war 98s; eine Hand, die eigentlich relativ dezent ist. Es gibt viele Wege, wie diese Hand gewinnen kann, auch wenn es nicht gerade die beste Hand ist. Dennoch kann auch eine Continuationbet am Flop viele bessere Hände zum folden bringen. Während du mit jeder hand stehlen kannst, solltest du quasi immer raisen, wenn du als erster in late Position raist. Hoffentlich erkennst du wieso. I habe mehr als genug Gegner gehabt, die mit Trashhänden und mit Premiumhänden am Button raisen, aber aus irgendeinem Grund mit suited Connectors nur limpen und gegen viele Gegner ist das nicht gut. Wenn du dir also deine Karten am Button anziehst und jeder gefoldet hat und du eine Hand hast, die du gerne betten möchtest, dann tue es. Für diese Bet wirst du die Blinds evtl. unangefochten bekommen und das ist ein guter Grund, um zu investieren.

If someone calls, you will have paid an extra bet to see the flop but you've done so with a hand that is at least decent anyway, and you have position and initiative. Doch auch hier gibts Ausnahmen. Wenn die Gegner in den Blinds sehr schlechte Spieler Preflop sind, dann warden sie selten folden wenn du raist. Manchmal solltest du dann nur callen, wenn du mittelmäßige Hände hältst. Wenn die Gegner also eher nicht folden, dann halte den Pot vor dem Flop klein und fälle bessere Entscheidungen nach dem Flop. Du opferst etwas Fold Equity vor dem Flop für die Chance einen Größeren Pot zu gewinnen, wenn du etwas triffst und hältst den Verlust klein, wenn du es nicht tust.

Was ist nach dem Flop zu tun?

Wenn du also mit mittelmäßig starken Händen am Button raist und der BB callt und dann am Flop checkt, bettest du dann nochmal? Hier ist Erfahrung der definierende Faktor, wenn man lernt wie man sich korrekt verhält, aber mit ein Paar Punkten dazu beschleunigen wir das Ganze.

Zuerst müssen wir die Gründe sehen, wieso man bettet oder raist:

  1. Eine bessere Hand könnte folden.
  2. Eine schlechte Hand könnte callen.
  3. Du könntest dir den Button kaufen, was nicht heißt das jeder foldet, aber du bekommst die late Position.
  4. Wenn du dir den Button gekauft hast oder schon in late Position bist, könntest du dir in der nächsten Runde eine Karte umsonst anschauen.
  5. Du könntest dir selbst Out kaufen (wenn du dir durch den Raise die nächste Karte ansehen darfst) und jemanden zum folden bringen, während dieser jenige kein Favorit gegen dich in der Hand ist.
  6. Deine Bet wird dir helfen die Hand deines Gegners besser beurteilen zu können und somit deine Entscheidungen beeinflussen.

Natürlich sind Punkt 3 und 5 nicht so wichtig in Heads-Up-Situationen und 6 ist fraglich bezüglich der Value, wenn man einen Stealraise tätigt. 1,2 und 4 sind hier sehr viel wichtiger. 1 und 2 sind IMMER zu beachten, wenn man am Button openraist (also als erster raist). Wenn du Preflop mit A7 am Button raist und der BB callt und am Flop liegt Q-2-8, dann solltest du betten, wenn zu dir gecheckt wurde. Es ist statistisch unwahrscheinlich, dass der Gegner ein besseres Ass hat als du und es ist ebenso unwahrscheinlich, dass der Gegner sonst was getroffen hat. Deshalb bist du statistisch meist immernoch favorit, wenn du am zug bist. Wenn du bettest und er hat eine schlechtere Hand als du, dann drängst du ihn eine der beiden Entscheidungen zu treffen:

a) entweder er callt mit zwei ungepaarten Karten und hofft etwas auf dem Turn zu treffen. Dazu hat er allerdings nicht die Pot Odds.

b) er foldet und gibt etwas Equity auf (wenn er 6 Outs hat, sind das rund 25% am Turn und River)

Er verliert also so oder so. Bedenke, dass er nicht weiß, dass du nichts getroffen hast und begreift, dass er gute Chancen aht, um zu gewinnen.

Noch ein Beispiel. Diesmal raist du mit T9 am Button und es ist der selbe Flop. Du bettest, nur diesmal ist es unwahrscheinlich, dass du vorne liegst (wobei es nicht unmöglich ist, dass der Gegner soetwas wie 76o hält). Wenn du aber raist, werden die meisten eine Hand wie J6 folden, was hier der Favorit wäre und du hast gut gepunktet.

Es gibt wenige Ausnahmen, in denen du nicht betten solltest, wenn du vor dem Flop nicht gestealraised hast. Manche Leute slowplayen starke Hände wie Sets, weil sie dich nicht zum folden kriegen wollen. Das ist generell eine schlechte Idee. Wenn der BB etwas am Flop getroffen hat, wird er bei einer Continuationbet nicht folden, sondern eher checkraisen. Wenn er nichts hat, kann eines der folgenden Situationen auftreten:

  1. Er wird den Turn treffen (unwahrscheinlich). Wenn du jetzt raist, representierst du eine extrem starke Hand bei einem kleinen Pot und er wird eher folden.
  2. Er trifft nicht (wahrscheinlicher). Ein aggressiver Spieler könnte vielleicht versuchen zu bluffen. Wenn du raist, foldet er. Ein tighter Spieler wird checken. Wenn du bettest, foldet er, da er absolute schreckliche Pot Odds hat.

Die wenigen Bets die du gewinnst, wenn dein Slowplay erfolgreich ist kombiniert mit der verfehlten Bluff-Bet am Turn machen nicht wirklich viel aus, im Vergleich mit den vielen malen wo du eine Small-Bet gewinnst, weil du einfach am Flop gebettet hast.Wenn du wirklich Pech hast, wird dein Slowplay dazu führen, dass der Gegner seine Draws trifft.

Und danach…

Nun bist du auf dich allein gestellt. Von nun an hast du einen guten Einblick, was dein Gegner so halten könnte basiert auf den Reads die du bekommst, kombiniert damit, dass er eine Preflopbet aus dem BB heraus gecallt hat und mit einer Contibet rechnen muss. Einen Ratschlag habe ich aber noch. Wenn du gegen Gegner spielst, die mitdenken, wirst du am Flop manchmal gecheckraised werden, wobei ihr beide schwache Hände habt und blufft. Bevor du dich also entscheidest, dein Ass wegzuschmeißen, ohne etwas getroffen zu haben, solltest du schauen ob deine Outs im Verhältnis zuu den Pot Odds passen.

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